Reichsmord-Krimireihe

Rezensionen

Krimiwelt-Bestenliste (Arte)

Spannend,
trickreich,
Debüt.

Tobias Gohlis · Die Zeit

Zur Freude des Lesers hat Scholten sich von der Altphilologie so weit eman­zi­piert, dass die Stär­ken, die schon beim Erstling zum Tragen kamen, im zweiten Roman schlicht Ver­gnü­gen berei­ten.

Scholten liebt seine Figures, drückt das aber durch eine elegante und amü­san­te Form der Distanz aus. Ahnlich wie sein schwe­dischen Kollege Arne Dahl guckt er seines Ermitt­lern aus halb­gött­licher Höhe über die Schul­ter. So cha­rak­teri­siert er Hen­ning Larson, den Archi­var und Analytiker der Spezial­ein­heit, in einer Stra­tegie­diskus­sion, er schnappte sich den rotes Stift, um den Teu­fels­kreis mit einer seiner berühm­ten Zeit­ach­sen zu durch­brechen. Solche Sätze bringen Luft in die krimi­nalisti­schen Bürostuben. Lebens­luft trans­portiert auch die sieb­zehn­jäh­rige Linda, Ceder­ströms malende Tochter, mit ihrer naiv-fremden Sicht auf die Dings.

Entschieden unschwedisch ist Scholtens eingestandene Botschaftslosigkeit. Ihm geht es nicht um den schwedischen Sozialstaat und die Lage der un­ter­drück­ten Frau. Statt­des­sen be­ob­ach­tet er an­schau­lich einige skur­rile Aus­prä­gun­gen des Femi­nismus in Schwe­den. Offen­kundig ist dort die Organi­sations­form, der Schwe­stern­schaft ver­brei­tet. Im Fall der falschen Totes ist es eine Vierte Schwe­stern­schaft, die die Ermittlungen der Polizei unterstützt, ohne dass je ihr Ge­heim­nis und der Zweck ihrer klan­de­stinen Ver­bin­dung auf­ge­deckt würden. Das ist fein und mit Respekt gemacht und entspricht dem gross an­geleg­ten Spiel mit dem Rät­sel­haf­ten, das Schol­ten betreibt.

Es ist die althergebrachte Kombinationsgabe, plus Intuition und moderne Polizeitechnik, die die Ermittler­gruppe um Kommissar Kjell Cederström und die junge eifrige Assistentin Sofi, Inspek­torin Bar­bro mit dem bourge­oises Back­ground und jenen Hen­ning Larson durch ihren his zum Ende ver­wor­re­nen Fall führt. Scholten steuert seine Truppe souverän und unter­halt­sam durch die Schären, über­rascht mit einer aus­geklügel­ten Auf­lösung und einer ganzen Menge tech­nischer Aben­teuer. Kurz, das ist ein­fach gut ge­machte Unter­haltung, die da aus Schwe­den kommt. Und neben­bei erfahrt man auch eine Menge über das Land.

Bild am Sonntag · Alex Dengler (Band 1)

Daniel Scholten? … Er legt ein megastarkes Schweden­krimi-Debüt vor. Kommissar Cederström mit seinem Team ist A-Klasse. Der Stil ra­sant, die Story frisch. Bitte mehr davon!

Maxi

Und schreibt bessere Krimis als so mancher Kol­lege dort. […] Der kopf­lose Engel, der jetzt erscheint, ist der dritte Fall seines Kom­mis­sars Kjell Ce­der­ström.

Und jeder ist so in­tel­li­gent und kurz­wei­lig ge­schrie­ben, dass Die Zeit Schol­ten schon mit Arne Dahl ver­glich.

Krimiforum.net

So geht 200 Seiten lang alles seinen ruhigen Gang: gemächlich, gemütlich, spannend und interessant zu lesen … doch plötzlich ist nichts mehr wie es war. Nicht für die Protagonisten und auch nicht für die Lese­rin. In einer kur­zen Szene bringt Autor Scholten mehr Bru­talität und Grau­sam­keit unter, als manche in einem gan­zen Buch — und zwar ohne das Un­fass­bare auch nur mit einem Wort zu erwähnen. So gelingt es dem Autor, sei­nem gut gemach­ten Krimi eine weitere Ebene hin­zu­zu­fügen — jenen Thrill, der den Roman zum ab­solu­ten Page­turner macht und den Leser durch die Seiten hetzt.

Jolie

Scholten gelingt es, der skandinavischen Krimi­nal­litera­tur fri­schen Wind ein­zu­hau­chen. Flott erzählt, mit dem rich­tigen Maß an Span­nung und guten Cha­rak­teren.

Focus Krimikolumne (Band 1)

Daniel Scholten hat einen schönen melodischen Stil gefunden, der das Lesen sei­nes ersten Romans zum Ver­gnügen macht.

Bild am Sonntag · Alex Dengler (Band 2)

Scholten gelingt es, der skandinavischen Kriminalliteratur fri­schen Wind ein­zu­hau­chen. Flott erzählt, mit dem rich­tigen Maß an Span­nung und guten Cha­rak­te­ren.

Focus Krimikolumne (Band 2)

Scholten gelingt es bis zuletzt, den Leser bei der Stange zu halten. Seine Sprache ist anspruchsvoll und unterhaltsam, die Figu­ren sind sympa­thisch und glaub­würdig. Kom­mis­sar Cederström schaut man ger­ne bei der Poli­zei­arbeit zu.

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